Tantra integriert Verstand und Emotion
14.11.09 (Information, Wissen)
Der tantrische Weg propagiert Austausch, Verehrung und gegenseitige Bereicherung in der Partnerschaft. Dies schließt alle Aspekte der Emotion und des Intellekts – von Kopf und Herz – ein. Ein Ungleichgewicht zwischen Verstand und Emotion führt in einer Beziehung meist zum Zusammenbruch des gegenseitigen Vetrauens.
Ein Ungleichgewicht gibt es dann, wenn entweder ausschließlich die Emotion das Handeln beherrscht oder ausschließlich der Verstand. Im ersten Fall wird der Mensch eine Beute seiner ungezügelten Emotionen und scheint jeden gesunden Menschenverstand verloren zu haben, im zweiten Fall bestimmt kaltes Kalkül unberührt von menschlichen Gefühlen das Handeln. Beides ist absolut unvereinbar mit der selbstlosen Exstase tantrischer Liebe.
In manchen westlichen mystischen Traditionen begegnet man der Idee der Entsagung körperlicher Liebe um der Seele willen. Dies ist aber ein künstlich geschaffenes Ungleichgewicht und eine hoffnungslose Bemühung. Denn alles Unterdrückte kommt unausweichlich zum Ausbruch, und dann noch in dem am wenigsten dafür geeigneten Moment.
Im tantrischen Weg hingegen integrieren wir alle Teile unseres Wesens zu einem höhreren Zweck. Alle Begabungen des Körpers, des Geistes, des Herzens und des Kopfes integrieren wir zu einem Ganzen. So können Leidenschaften und Emotionen des Herzens in transzendente Exstase durch Zusammenspiel von Verstand und Emotion verwandelt werden.
Bildlich gesprochen, das Feuer des Herzens bringt die Gewässer der Intelligenz zum Schmelzen. Erst der Einschluss aller Aspekte der Intelligenz und der Gefühle kann zu einem Erlebnis kosmischer Exstase führen.















